Bava Metzia 158

Kapitel 158

א נימא ליה הב לי ההוא חמרא ואנא מייתינא ספינתא
1 jener kann ja sagen: hole denWein, und ich gebe dir [ein anderes] Schiff!?
ב אמר רב פפא לא משכחת לה אלא בספינה זו ויין זה אבל בספינה סתם ויין סתם חולקין
2 R. Papa erwiderte: Dies kann also nur in dem Falle vorkommen, wenn sie von diesem Schiffe und diesem Weine [gesprochenhaben]; wenn aber von einem unbestimmten Schiffe und unbestimmtem Weine, so teilen sie.
ג ת"ר השוכר את הספינה ופרקה לה בחצי הדרך נותן לו שכרו של חצי הדרך ואין לו עליו אלא תרעומת היכי דמי אילימא דקא משכח לאגורה אמאי אית ליה תרעומת ואי דלא קא משכח לאגורה כוליה אגרה בעי שלומי
3 Die Rabbanan lehrten: Wenn jemand ein Schiff gemietet und es mitten auf dem Wege ausgeladen hat, so zahle er [dem Eigentümer] den Lohn für die Hälfte des Weges, und dieser kann gegen ihn nur Groll hegen. – In welchem Falle: wollte man sagen, wenn er es dannanderweitig vermieten kann, weshalb sollte er Groll gegen ihn hegen, und wenn er es anderweitig nicht vermieten kann, so sollte jener ihm doch den ganzen Lohn bezahlen!? –
ד לעולם דקא משכח לאגורה אלא אמאי אית ליה תרעומת משום רפסתא דספינתא אי הכי טענתא מעלייתא הוא וממונא אית ליה גביה
4 Tatsächlich in dem Falle, wenn er es anderweitig vermieten kann, jedoch kann er Groll gegen ihn hegen, wegen der Abnutzungdes Schiffes. – Demnach hat er ja eine richtige Forderung an ihn und Geld zu verlangen!? –
ה אלא מאי פרקה דפרקה לטועניה בגויה אלא מאי תרעומת משום שינוי דעתא אי נמי לאשלא יתירא
5 Vielmehr, unter ‘ausgeladen’ ist zu verstehen, wenn er Fracht in dieses ausgeladenhat. – Wieso hat dieser demnach Groll gegen ihn zu hegen!? – Wegen der geändertenDisposition, oder auch, wegen des Mehrverbrauches an Stricken.
ו תנו רבנן השוכר את החמור לרכוב עליה שוכר מניח עליה כסותו ולגנותו ומזונות של אותה הדרך מכאן ואילך חמר מעכב עליו חמר מניח עליו שעורים ותבן ומזונותיו של אותו היום מכאן ואילך שוכר מעכב עליו
6 Die Rabbanan lehrten: Wenn jemand einen Esel zum Reiten gemietet hat, so darf der Mieter auf ihn sein Gewand, seinen Schlauch und Speisen für diese Reise legen; alles andere kann der Eseltreiber zurückweisen. Der Eseltreiber darf auf ihn Gerste, Stroh und Speisen für einen Tag legen; alles andere kann der Mieter zurückweisen. –
ז היכי דמי אי דשכיח למזבן חמר נמי ליעכב ואי דלא שכיח למזבן שוכר נמי לא ליעכב
7 In welchem Falle: bekommt man [Speisen unterwegs] zu kaufen, so sollte auch der Eseltreiber zurückweisen können, und bekommt man keine zu kaufen, so sollte auch der Mieter nicht zurück weisen können!?
ח אמר רב פפא לא צריכא דשכיח למטרח ולמזבן מאוונא לאוונא חמר דרכיה למטרח ולמזבן שוכר לאו דרכיה למטרח ולמזבן
8 R. Papa erwiderte: In dem Falle, wenn man mit Mühe von Herberge zu Herberge zu kaufen bekommt, es gehört zur Gepflogenheit des Eseltreibers, sich zu bemühen und zu kaufen, nicht aber gehört es zur Gepflogenheit des Mieters, sich zu bemühen und zu kaufen.
ט ת"ר השוכר את החמור לרכוב עליה איש לא תרכב עליה אשה אשה רוכב עליה איש ואשה בין גדולה ובין קטנה אפילו מעוברת ואפילו מניקה
9 Die Rabbanan lehrten: Wenn jemand einen Esel zum Reiten für einen Mann gemietet hat, so darf auf diesem keine Frau reiten; wenn für eine Frau, so darf auf diesem sowohl ein Mann als auch eine Frau reiten, ob eine große oder eine kleine, sogar eine schwangere und sogar eine säugende. –
י השתא מניקה אמרת מעוברת מיבעיא אמר רב פפא מעוברת והיא מניקה קאמר
10 Wenn dies sogar von einer säugenden gilt, so ist es ja von einer schwangeren selbstverständlich!? R. Papa erwiderte: Er meint eine schwangere und säugende.
יא אמר אביי שמע מינה ביניתא אכרסה תקלה למאי נפקא מינה למקח וממכר
11 Abajje sagte: Hieraus ist zu entnehmen, daß das Gewicht eines Fisches von seinem Bauche abhänge. – In welcher Hinsicht ist dies von Bedeutung? – Bei Kauf und Verkauf.